In welchem Alter sollte mein Kind einem Kieferorthopäden vorgestellt werden?

In Absprache mit Ihrem Hauszahnarzt ist es wünschenswert, Ihr Kind spätestens mit 9-10 Jahren einmal einem Kieferorthopäden vorzustellen, da zu diesem Zeitpunkt das Wachstum der Kiefer- und Schädelknochen noch nicht abgeschlossen ist.
In einigen Fällen kann auch eine frühere Behandlung sinnvoll sein.
Fragen Sie doch in diesem Alter Ihren Zahnarzt, ob eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist.
Prinzipiell gilt: es ist nie zu früh! Wenn der optimale Behandlungszeitpunkt noch nicht gekommen ist, können wir Sie beraten und ggf. einen Wiedervorstellungstermin vereinbaren.

Kann ich mich als Erwachsener auch noch kieferorthopädisch behandeln lassen?

Grundsätzlich können Patienten in jedem Alter kieferorthopädisch behandelt werden, solange der Zahnhalteapparat gesund ist. Moderne Therapiemethoden ermöglichen Behandlungen, die auch hohen ästhetischen Ansprüchen genügen. Und natürlich: Schöne, gerade Zähne und ein attraktives Lächeln sind immer ein Gewinn.
Weitere Informationen zu den Behandlungsapparaturen finden Sie hier.

 

Wie verhält es sich mit den Kosten bei Kindern und Erwachsenen?

Die Antwort auf diese Frage hängt von mehreren Faktoren ab; beispielsweise gesetzlicher oder privater Krankenversicherung, Beihilfeversicherung, Ausprägung der Zahn- oder Kieferfehlstellung, Zusatzversicherung etc.
Am besten vereinbaren Sie einen unverbindlichen Erstberatungstermin, bei dem wir Ihre Fragen ausführlich beantworten können.

Wie geht es nach dem Erstberatungstermin weiter, wenn es zu einer Behandlung kommt?

Nach der ersten Untersuchung und Beratung werden in einem zweiten Termin die sog. Anfangsunterlagen, d.h. Fotos des Gesichts und der Zähne, Abformungen des Ober- und Unterkiefers und ggf. Röntgenbilder, erstellt. Der Kieferorthopäde wertet diese Unterlagen aus und erstellt auf dieser Basis einen individuellen Therapieplan für den Patienten. Nach der Genehmigung dieses Therapieplanes durch die gesetzliche oder private Versicherung kommt es im dritten Termin zur ausführlichen Besprechung des Behandlungsplanes und des Ablaufs der Behandlung mit ihren einzelnen Therapiephasen.

 

Wie lange dauert eine Behandlung?

Die kieferorthopädische Therapie gliedert sich in eine aktive und ein passive Behandlungsphase. Bei der aktiven Behandlung werden die Zähne/ Kiefer aus ihrer Fehlstellung in die Zielposition bewegt. In der anschließenden Retentionsphase (passive Behandlung) werden die Zähne/ Kiefer in der neuen Position gehalten.

 

Die Dauer der aktiven Therapie hängt vom Ausmaß der Fehlstellung und des Aufwandes ab. Sollen nur kleinere Korrekturen vorgenommen werden, kann die Behandlung unter Umständen nur mehrere Monate andauern. Werden größere Veränderungen vorgenommen, ist die Behandlungsdauer entsprechend länger.

Gibt es „weniger sichtbare“ oder „unsichtbare“ Apparaturen zur Korrektur?

Viele Patienten wünschen sich eine möglichst unauffällige kieferorthopädische Behandlung. Im Bereich der festen Spange sind zahnfarbene Brackets unauffälliger als metallische Brackets, dennoch sind sie und der kieferorthopädische Bogen („Draht“) weiterhin sichtbar.

Gänzlich unsichtbare Zahnspangen können ebenfalls zur Anwendung kommen. Dabei wird die sog. Lingualtechnik angewandt, bei der individuell hergestellte Brackets auf die Rückseite der Zähne geklebt werden. Auf diese Weise bleibt Ihre Zahnspange für den ungeschulten Betrachter weitestgehend verborgen.

Eine gute Alternative stellen häufig durchsichtige Schienen dar, sofern sie indikationsbezogen eingesetzt werden. Eine erste Einschätzung erfolgt im Rahmen des Erstberatungs-termins in unserer Praxis.

 

Tipps zur Hygiene

So reinigen Sie Ihre herausnehmbare Zahnspange am besten:
Herausnehmbare Geräte sollten Sie jeden Morgen mit der Zahnbürste und Zahnpasta putzen, zusätzlich empfehlen wir Ihnen, die Spange alle 2 Wochen mit Essigessenz oder Zitronensäure zu reinigen.

 

So reinigen Sie Ihre festsitzende Zahnspange am besten:
Bitte reinigen Sie mit der Technik, die Ihnen in unserer Praxis gezeigt wurde. Putzen Sie mindestens morgens und abends die Zähne gründlich. Verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasta. Besonders empfehlenswert sind in dieser Zeit Spüllösungen, die sowohl Fluoride zur Schmelzhärtung als auch einen desinfizierenden Zusatz enthalten, der Zahnfleischentzündungen entgegenwirkt. So wird der Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen vorgebeugt.

Tipps bei „Notfällen“

Drückt eine herausnehmbare Zahnspange o.ä., setzen Sie vorerst das Tragen ab und vereinbaren umgehend einen Termin in unserer Praxis.

 

Wenn eine festsitzende Apparatur Probleme bereitet (Bogen sticht, Bracket oder Band lose), sollten Sie umgehend Kontakt mit unserer Praxis aufnehmen, um einen Termin zu vereinbaren. Sie können ggf. zunächst ein störendes Bogenende mit dem Finger wieder verschieben. Die störenden Stellen können Sie mit dem Schutzwachs, das wir Ihnen nach dem Einsetzen der Apparatur mitgegeben haben, abdecken.

 

Wenn Sie in der anfänglichen Gewöhnungsphase durch eine festsitzende Apparatur gereizte Lippen und Wangen haben, decken Sie die störenden Stellen mit Schutzwachs ab. Sollte dies keine Abhilfe schaffen, vereinbaren Sie umgehend einen Termin.

 

Sollten Sie oder Ihr Kind Probleme mit der Behandlungsapparatur haben,
setzen Sie sich bitte zunächst telefonisch mit unserer Praxis in Verbindung: Tel.: 0 62 24-92 34 20
Wir werden Ihnen zeitnah einen Termin zur Kontrolle und Beseitigung des Problems vergeben.

 

Wenn Sie außerhalb der Sprechstunde ein Problem oder Schmerzen haben,
wenden Sie sich bitte an den Zahnärztlichen Notdienst
Adresse:
Im Europa-Center (Neben Hotel Europäischer Hof)
Sofienstr. 29, 69115 Heidelberg
Telefon: 06221-3544917